Die Orgeln der Christuskirche

Die erste Orgel der Christuskirche, die 1906 von der Firma Walcker (Ludwigsburg) geliefert wurde, war nach einem entstellenden Umbau im Jahr 1937 und Wasserschäden durch die undichte Fensterrosette bereits Ende der fünfziger Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen.

So entschied sich das Presbyterium 1963 schließlich, eine neue Orgel bauen zu lassen und beauftragte die Orgelbaufirma Kleuker (Brackwede) mit der Erstellung des Instrumentes. Für die Neubauten von Detlef Kleuker war die Verwendung neuester Materialien und eigener Patente in Bezug auf die Fertigung und Ausführung der Windladen und der damit verbundenen Schleifenkonstruktion kennzeichnend. Die Verwendung von Aluminium, Kunst- und Schaumstoffen machte die Orgel zwar relativ unempfindlich gegen Witterungseinflüsse, erweist sich jedoch aus heutiger Sicht als problematisch. Die neue Orgel wurde 1966 eingeweiht. Erst im Jahr 1981 war eine Generalreinigung notwendig.
Im Zuge dieser Generalreinigung wurde die Spieltraktur umgebaut, die elektrische Registrieranlage überholt, ein Tremulant für das Hauptwerk ergänzt und die ursprünglich mechanische Koppel des Schwellwerkes an das Hauptwerk elektrifiziert. Im Jahr 1988 wurde außerdem eine elektrische Koppel des Schwellwerkes an das Rückpositiv hinzugefügt.
Der Orgelbauer Dirk Steinecke führte im Jahr 1994 im Zuge einer erneuten Generalreinigung auch eine Erweiterung um zwei Register (Unda maris 8’ und Spanische Trompete 8’) durch. Außerdem wurde ein Zimbelstern eingebaut.

Die technischen Mängel des Instrumentes wurden in den folgenden Jahren jedoch immer gravierender. Auch der sehr harte, scharfe und grundtonarme Klang des Instrumentes wurde in verschiedenen Gutachten bemängelt. Da ein Orgelneubau jedoch nicht finanzierbar ist, beschließt das Presbyterium im Januar 2006, in den nächsten Jahren die für eine Grundsanierung der Orgel nötige Geldsumme von ca. 200000 € vor allem durch Spenden zu sammeln, um die Orgel technisch so zu erneuern, dass sie für die nächsten Jahrzehnte spielfähig bleibt.

Michael Voigt

Kleuker Orgel 2011

Bei der Renovierung der Kleuker-Orgel von Oktober 2010 bis Dezember 2011 wurden zunächst fast alle Pfeifen ausgebaut und eine Grundreinigung der Orgel durchgeführt. Dabei wurde die Orgel von innen gesäubert, wie auch jede Pfeife einzeln gereinigt.

Eine sehr entscheidende Neuerung ist der komplett neue Spieltisch, von dem aus der Organist/die Organistin an der Orgel spielt und registriert. Der Spieltisch wurde von der Firma Otto Heuss aus Lich/Hessen erbaut und ist mit einer „elektronischen Setzeranlage“ ausgerüstet, die bis zu 4000 Registerkombinationen zulässt. Die mechanische Spieltraktur, also die  Verbindung von der Taste zum Tonventil, zum HW, RP und Pedal wurde teilweise erneuert während zuvor besonders Störanfällige elektrische Registertraktur, die dazu dient einzelne Register ein- oder auszuschalten, komplett ersetzt wurde.

Im Rückpositiv wurde als Register ein Prinzipal 4‘ ergänzt. Um den nötigen Platz für das neue Register zu schaffen, wurde das Rückpositiv hierfür vergrößert. Der Prinzipal 4‘ erscheint nun auch im Prospekt und stellt sowohl optisch für das Gesamtbild der Orgel als auch klanglich eine Bereicherung dar.

Katja Ulges-Stein

Proben

Freitag 19.30 Uhr - 21.45 Uhr
Martin-Luther-Haus
Drususallee 63
41460 Neuss

Mitsingen

Wir suchen Mitsänger und Mitsängerinnen. Ein Vorsingen ist nicht erforderlich – Interessierte sind herzlich eingeladen, an einer Schnupperprobe teilzunehmen

Kontakt

Kantorin Katja Ulges-Stein
Tel. 02131-205705
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