Evensong 2024 am 02.03.

Evensong 2024 am 02.03.

Der Evensong, ein abendliches Stundengebet, ist ursprünglich in der anglikanischen Kirche beheimatet. Inzwischen ist er auch in der evangelischen und der katholischen Kirche verbreitet. Wichtigstes Element ist der gemeinsame Psalmengesang, weitere Bestandteile sind Chorlieder, Gemeindelieder sowie zwei Lobgesänge aus dem Neuen Testament, das Magnificat (Lobgesang Mariens) und  das Nunc Dimittis (Lied des greisen Simeon). Eine Lesung, Fürbitten und Momente der Stille gehören ebenfalls dazu.

Diese Gottesdienstform eignet sich in besonderer Weise, zur Ruhe zu kommen und den Tag in Gemeinschaft und im Vertrauen auf Gott ausklingen zu lassen.

Seit einigen Jahren findet in der Christuskirchengemeinde Neuss dieses Abendgebet nach der Tradition der anglikanischen Kirche statt.

Am Samstag, dem 02.03.2024, um 18.00 Uhr laden wir herzlich zum Evensong in der Christuskirche ein.
 

 

Wann: Samstag, 02. März 2024, 18:00 Uhr,
Ev. Christuskirche Neuss, Breite Straße 121

Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine Kollekte für die Kirchenmusik.

 

Ankündigung: Literatur-Konzert

Ankündigung: Literatur-Konzert

„Kirche im Roman – Eine nicht ganz ernst gemeinte Reise zu literarischen Kirchendienern“. Unter diesem Motto lesen Dorothea Gravemann, Heidi Bäumker, Verena Dziobaka-Spitzhorn und Dr. Jens Metzdorf literarische Texte von Theodor Fontane bis Heinrich Böll.

Ergänzend erklingen Werke für Klarinette und Orgel von Nikolaus Bruhns, Niels W. Gade, Jean Langlais u.a., gespielt von Kantorin Katja Ulges-Stein (Orgel) und Ralf Beckers (Klarinette).

Für Getränke und Knabbereien im Anschluss ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende zugunsten des Fördervereins Christuskirche Neuss e.V. gebeten.

Licht-Klang-Raum-Erlebnis

Licht-Klang-Raum-Erlebnis

„Licht – Klang – Raum“ – unter dieser Überschrift gab es bereits mehrere interessante Konzerte in der Christuskirche Neuss. Von der einseitigen „Konsumierung“ eines Konzertes übers Ohrs wegzukommen, stattdessen mit vielen verschiedenen Sinnen eine Rundumwahrnehmung zu ermöglichen und einzigartige Erlebnisse zu schaffen, ist das Ziel dieser spannenden Reihe.

Und so war auch am Sonntag (12.11.2023) neben der Musik der neuromanische Kirchenraum gleichberechtigter Mitgestalter des Erlebnisses: nicht nur als akustisches „Drumherum“, sondern als Projektions-, ja Spiegelfläche für die Visualisierung des Lichtkünstlers Patrick Arnold. Da glitten beispielsweise Waldbilder mit hohen Bäumen über die Wände, während einige der „Pezzi Ucelli“ (Vogelstücke) des 2010 verstorbenen und in Neuss wohlbekannten Komponisten Jürg Baur die Blockflöten zu Darstellerinnen der Waldfauna machten. Wer dort sein reichhaltiges Instrumentarium in den Dienst eines sinnlichen Gesamtkunstwerkes stellte, war die großartige Blockflötistin Dagmar Wilgo. Mehr noch als Kompositionen zu spielen, improvisierte sie, reagierte auf Licht und Bild, trat in lebendigen Dialog mit der live dargebotenen elektronischen Klangerzeugung, die vom Komponisten Professor Andreas Kolinski improvisatorisch und intuitiv mal eine Stimmung vorgab, mal eine nur andeutete. Die jeweiligen Antworten der „Lichtregie“ und der Blockflötistin, die die so reichhaltigen Klangfarben ihrer Flöten ausspielte und mit ungewöhnlichen Spieltechniken und Stimme anreicherte, waren nicht minutiös geplant, eher ein Geben und Nehmen. Es gab zwar ein paar Improvisations-Vorgaben, etwa die fragmentarische Einspielung eines früher in Bern aufgenommenen Chorstücks. Doch im Ganzen konnte die Zuhörerschaft an der Entstehung und Entwicklung eines Klang-Licht und-Raumgebildes teilhaben, das faszinierte und einen in den Bann zog. Und es waren erfreulich viele Zuhörer, die dieses ganz besondere Erlebnis genießen durften.

Auch das Vokalensemble der Christuskirche – eine klein besetzte Gruppe aus Mitgliedern der Kantorei, die sich vor allem der A-Cappella-Musik verschrieben hat –   war Teil dieses Konzertes. Jeweils im Wechsel mit den oben erwähnten Improvisationen sang dieser kleine Chor unter Leitung von Katja Ulges-Stein Stücke alter geistlicher Vokalpolyphonie von G.P da Palestrina und einem Josquin-Zeitgenossen sowie von Thomas Tallis. Der Chormitglieder glasklare Textaussprache und Intonation, ihr Auskosten „würziger“ Dissonanzen mit der folgenden Auflösung in die Konsonanz, aber auch ihr stimmlich ausgewogener Gesamtklang waren eine reine Freude. Dass alte und neue Chormusik sich dabei in nichts nachstehen, zeigten die herrlichen Sätze von Tallis (16. Jahrhundert) und dem noch lebenden Morton Lauridsen über den jeweils gleichen Text „O nata lux“.

Ola Gjeilos (*1978) „Evening Prayer“ stand am Ende. Dieser Liedsatz vereinte nochmal alle. Der Chor, am Piano begleitet von Ida Kubelke, Dagmar Wilgo, deren Blockflöte die Chorlinien umspielte. Auch die Visualisierung wirkte wie eine Zusammenfassung: Architekturelemente der Christuskirche erschienen in Bruchstücken vervielfältigt auf den Wänden. Lange nachklingende Eindrücke für ein fasziniertes Publikum!

Evensong 2023 am 17.06.

Evensong 2023 am 17.06.

Der Evensong, ein abendliches Stundengebet, ist ursprünglich in der anglikanischen Kirche beheimatet. Inzwischen ist er auch in der evangelischen und der katholischen Kirche verbreitet. Wichtigstes Element ist der gemeinsame Psalmengesang, weitere Bestandteile sind Chorlieder, Gemeindelieder sowie zwei Lobgesänge aus dem Neuen Testament, das Magnificat (Lobgesang Mariens) und  das Nunc Dimittis (Lied des greisen Simeon). Eine Lesung, Fürbitten und Momente der Stille gehören ebenfalls dazu.
Diese Gottesdienstform eignet sich in besonderer Weise, zur Ruhe zu kommen und den Tag in Gemeinschaft und im Vertrauen auf Gott ausklingen zu lassen.

Seit einigen Jahren findet in der Christuskirchengemeinde Neuss dieses Abendgebet nach der Tradition der anglikanischen Kirche statt.

Am Samstag, dem 17.06.2023, um 18.00 Uhr laden wir herzlich zum Evensong in der Christuskirche ein.
 

 

Wann: Samstag, 17.06.2023, 18:00 Uhr,
Ev. Christuskirche Neuss, Breite Straße 121

Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine Kollekte für die Kirchenmusik.

 

Singen verbindet – über Grenzen hinweg

Singen verbindet – über Grenzen hinweg

Chorreise der Kantorei: Freude am gemeinsamen Musizieren

Die Idee zu diesem Vorhaben wurde bereits im vergangenen Jahr angestoßen. Am Pfingstwochenende begab sich die Kantorei der Christuskirchengemeinde vom 26.-28. Mai 2023 unter Leitung von Kantorin Katja Ulges–Stein auf eine Chorreise nach Trier und Châlons-en-Champagne in Frankreich.

In Trier traf die Kantorei Martin Bambauer, der dort an der Konstantin-Basilika als Kreiskantor wirkt. Er hat es ermöglicht, dass die Kantorei in der Basilika einen Evensong ausrichten konnte. Die Kantorei gestaltete zusammen mit Prädikant Martin Schulte in der Basilika ein musikalisches Programm mit Werken von Charles Gounod, Carl Löwe und Peter Hurford. Die Gemeinde applaudierte nach dem Gottesdienst begeistert und zeigte sich dankbar für die stimmungsvolle Musik. Als Organist begleitete die Kantorei Mario Stein.

Am Samstagmorgen fuhr die Kantorei mit dem Bus weiter nach Châlons-en-Champagne. Henny Rönneper hatte über die deutsch-französische Partnerschaftsorganisation der Städte Neuss und Châlons den Kontakt zu dem Frauenchor EVF Thibaut de Champagne vermittelt. Deren Chorleiterin Laure-Emmanuelle Dauvergne hatte sich bereiterklärt, mit der Kantorei gemeinsam ein Konzert in der Kirche St. Jean zu veranstalten. Es folgten zwei intensive Tage mit Stadtführung, Besuch der Kathedrale Saint Etienne inklusive Orgelpräsentation durch die Organistin Elodie Marchal, Empfang mit Champagnerprobe und natürlich mit gemeinsamen Proben und dem abschließenden Konzert.

Vielfältigkeit und Gemeinschaftssinn

Das Konzert war sehr gut besucht. Das Programm des Frauenchores bestand aus Jazz- und Gospelmusik, die Kantorei sang vorwiegend Kirchenmusik aus verschiedenen Ländern und Epochen. Als Solistin begleitete Lena Jaekel die Kantorei. Schließlich bereicherte Elodie Marchal die Auftritte der zwei Gruppen mit Orgelstücken von Cecile Chaminade und J.S. Bach. Das Publikum war hoch erfreut über die musikalischen Darbietungen und entlockte den beiden Chören eine Zugabe.

Die gesamte Organisation des Besuchs in Châlons war geprägt von der großen und warmherzigen Gastfreundschaft der Französinnen und Franzosen. Ein Gegenbesuch des Partnerchores ist für das nächste Jahr in der Diskussion.