Konzert/Aufführung, Veranstaltungshinweis
Joseph Haydn: „Die Schöpfung“ – Abschlusskonzert der Kirchenmusikwoche
Mit einem der eindrucksvollsten Werke der Chorliteratur findet die 62. Kirchenmusikwoche Neuss am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 16:30 Uhr in der Christuskirche ihren festlichen Abschluss. Auf dem Programm steht Joseph Haydns großes Oratorium „Die Schöpfung“.
Haydn erzählt darin in leuchtenden musikalischen Bildern von der Entstehung der Welt: vom anfänglichen Chaos über die Erschaffung von Licht und Gestirnen, Pflanzen und Tieren bis hin zum Menschen. Gewaltige Chöre, innige Arien und eine farbenreiche Orchestersprache verbinden sich zu einer Musik voller Staunen, Lebensfreude und Zuversicht. Besonders der berühmte Moment „Und es ward Licht“ gehört zu den überwältigenden Augenblicken der Musikgeschichte.
Es musizieren Marina Schuchert (Sopran), Wolfgang Klose (Tenor) und Thomas Laske (Bass) gemeinsam mit der Kantorei der Evangelischen Stadtgemeinde und dem Orchester RheinKlang. Die musikalische Leitung hat Katja Ulges-Stein.
Lassen Sie sich dieses Klangerlebnis nicht entgehen: Haydns „Schöpfung“ ist festliche Chormusik in ihrer schönsten Form – unmittelbar, bildgewaltig und auch mehr als 225 Jahre nach ihrer Entstehung von erstaunlicher Frische. Wir freuen uns darauf, dieses besondere Werk gemeinsam mit Ihnen in der Christuskirche zu erleben!
Bereits um 15:30 Uhr findet im Martin-Luther-Haus, Drususallee 63, unter dem Titel „Sonne, Mond und Sterne“ eine Konzerteinführung für kleine und große Musikinteressierte statt.
Sonntag, 04.10.2026 · 16:30 Uhr · Christuskirche Neuss
Vorverkauf: Tourist-Information Neuss, Büchel 6 · 22,00 € / ermäßigt 16,50 € inkl. Gebühr · Abendkasse 25,00 € / ermäßigt 20,00 € inkl. Gebühr · Kinder bis 12 Jahre frei.
Konzert/Aufführung, Veranstaltungshinweis
Vom 27.09. bis zum 4.10.2026 findet die 62. Kirchenmusikwoche in Neuss statt. Vielfältige Veranstaltungen, Konzerte und Gottesdienste widmen sich dem diesjährigen Motto „Resonanzen„.
Bereits zum achten Mal wird der internationale Musikwettbewerb für Sologesang und Orgel ausgetragen. In zwei öffentlichen Wertungsrunden wetteifern die eingeladenen Duos um die ausgeschriebenen Preise.
Zu allen Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich eingeladen.
Eine Veranstaltung der AG Kirchenmusikwoche in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss.
Künstlerische Leitung: Katja Ulges-Stein
Konzert/Aufführung, Veranstaltungshinweis
Musikalisches Wochenende in Neuss: Offenes Singen & Festliches Konzert
Wir laden Sie herzlich zu einem besonderen Wochenende voller Musik und Gemeinschaft ein! Im Rahmen der Landesgartenschau und in der Christuskirche Neuss erwarten Sie zwei Highlights, die die Freude am Gesang und die Bewahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt stellen.
1. Offenes Singen: „Mit Freunden im Garten“
Samstag, 02. Mai 2026 | 15:00 Uhr & 16:00 Uhr Ort: Landesgartenschau (Lichtkirche)
Kommen Sie vorbei und singen Sie mit! Wir laden alle Besucher der Landesgartenschau ein, gemeinsam mit uns Lieder in deutscher, englischer und französischer Sprache anzustimmen. Es wird einfach, fröhlich und voller „joie de vivre“. Ob geübte Stimme oder Gelegenheitssänger – jede und jeder ist willkommen, die Gartenatmosphäre musikalisch zu beleben.
2. Konzert: „Solange die Erde steht“ – Musik und Schöpfung
Sonntag, 03. Mai 2026 | 15:00 Uhr Ort: Ev. Christuskirche, Neuss
Am Sonntag erwartet Sie ein besonderes Konzerterlebnis mit Werken für Chor und Orgel. Unter dem Thema „Musik und Schöpfung“ präsentieren wir Kompositionen namhafter Komponisten wie Josef Haydn, John Rutter und Melissa Dunphy.
Mitwirkende:
- Ensemble vocal féminin Châlons-en-Champagne (unser Gast-Ensemble aus Frankreich)
- Kantorei der Ev. Stadtgemeinde Neuss
- Beate Tuisel (Akkordeon)
- Elodie Marchal und Mario Stein (Orgel)
- Leitung: Katja Ulges-Stein
Eintritt: Der Eintritt zum Konzert am 03.05. ist frei. Wir freuen uns jedoch sehr über eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik.
Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam zu singen und zu feiern!
Das Plakat für die Veranstaltung wurde freundlicherweise vom Mediendesigner Thomas Chronz, aktives Mitglied der Kantorei der Ev. Stadtgemeinde, gestaltet. Ein herzliches Dankeschön für diese ansprechende und kreative Unterstützung unserer engagierten Kulturarbeit.
Allgemein, Konzert/Aufführung, Kritik
Zwischen Klarheit und Kontemplation: Keisers „Markuspassion“ überzeugend interpretiert
Die Christuskirche in Neuss ist am Karfreitag traditionell ein Ort der Konzentration, der Einkehr und der musikalischen Verdichtung. In diesem Jahr stellte sich das Vokalensemble der Evangelischen Stadtgemeinde einer besonderen Herausforderung: Reinhard Keisers selten aufgeführte „Markuspassion“, ein Werk, das im Schatten der Bach’schen Passionen steht und gerade deshalb eine eigenständige interpretatorische Handschrift verlangt.
Schon in den ersten Takten wurde deutlich, dass sich das Vokalensemble dieser Verantwortung bewusst war. Der Eingangschor entfaltete eine klare, beinahe spröde Klanglichkeit, die weniger auf überwältigende Emotionalität als auf strukturelle Durchhörbarkeit zielte. Diese Entscheidung erwies sich als klug: Keisers Musik lebt nicht von der monumentalen Wucht, sondern von der rhetorischen Präzision, vom Wechsel zwischen erzählerischer Eindringlichkeit und kontemplativer Verlangsamung.
Das Ensemble unter der routinierten Leitung von Kantorin Katja Ulges-Stein überzeugte insbesondere durch seine homogene Stimmführung. Die einzelnen Register wurden von ihr sorgfältig austariert, ohne dass dabei die Transparenz verloren ging. In den Turba-Chören – jenen dramatischen Zuspitzungen, in denen das Volk spricht – gelang eine bemerkenswerte Schärfung der Affekte. Hier zeigte sich das Ensemble beweglich und textnah, mit klarer Diktion und spürbarer dramatischer Spannung.
Die Solistinnen und Solisten fügten sich insgesamt überzeugend in das Klangbild ein. Bruno Michalke (Tenor): Als Evangelist trug er die Erzählung mit präziser Diktion und stilistischer Sicherheit vor; seine Darstellung blieb sachlich fokussiert und gewann gerade daraus an Eindringlichkeit. Besonders hervorzuheben ist seine Fähigkeit, die erzählerische Linie auch in längeren Passagen aufrechtzuerhalten – eine nicht zu unterschätzende Leistung in einem Werk, das weniger bekannt und damit weniger „verinnerlicht“ ist als die großen Passionen anderer Komponisten.
Lena Graetz (Sopran): Mit klarem, schlank geführtem Sopran und sicherer Höhe überzeugte sie vor allem in den lyrischen Passagen; ihre Stimme verband Leuchtkraft mit kontrollierter Zurücknahme.
Uwe Brandt (Bass): Mit sonorer Autorität und klar konturierter Linienführung gestaltete er seine Partien der Jesus-Worte souverän; besonders in den tieferen Lagen überzeugte seine Stimme durch Präsenz, Ruhe und Eindringlichkeit.
Johanna Killewald (Alt): Ihr warmer, tragfähiger Alt verlieh den Arien eine besondere Erdung; die Phrasierung war durchdacht, der Ausdruck von großer emotionaler Tiefe geprägt – insbesondere bei dem anrührenden Choral „Wenn ich einmal soll scheiden“.
Die Arien boten insgesamt viele Momente der inneren Sammlung. Hier zeigte sich, wie sehr das Ensemble auf musikalische Differenzierung setzte: Statt opernhafter Ausladung dominierten kontrollierte Ausdruckskraft und eine feine dynamische Abstufung. Auch dies sei erwähnt: Nicht jeder Einsatz war vollkommen frei von Intonationsunschärfen, doch fügten sich diese kleinen Unebenheiten in ein insgesamt stimmiges, lebendiges Gesamtbild.
Bemerkenswert ist auch, dass Kantorin Ulges-Stein die zahlreichen Nebenrollen von Keisers Werk – wie Hauptmann, Hoherpriester, Judas, Kriegsknecht, Magd, Petrus, Pilatus – auf Mitglieder des Vokalensembles verteilte. So entstand eine abwechslungsreiche, klangliche Vielfalt mit belebenden Akzenten des bekannten Handlungsstrangs.
Das Instrumentalensemble – offenbar bewusst schlank besetzt – unterstützte diese Ästhetik der Klarheit. Mario Stein bildete an der Coninuo-Orgel ein verlässliches Fundament, während die obligaten Instrumente die Affekte der Arien sensibel ausleuchteten.
Was diese Aufführung letztlich auszeichnete, war ihre Haltung: kein demonstrativer Anspruch auf Größe, sondern eine ernsthafte, konzentrierte Annäherung an ein Werk, das seine Wirkung aus der Balance von Erzählung und Meditation bezieht. In der akustisch dankbaren, zugleich aber auch fordernden Atmosphäre der sehr gut besuchten Christuskirche entstand so eine Interpretation, die weniger spektakulär als vielmehr überzeugend in ihrer inneren Logik war.
Am Ende blieb kein überwältigendes Pathos, sondern eine stille, nachhaltige Eindringlichkeit – vielleicht genau das, was man an einem Karfreitag erwarten darf.
Einen Link zur medialen Begleitung der lokalen Kulturredaktion finden Sie hier.
Konzert/Aufführung, Veranstaltungshinweis
Karfreitagsmusik – Markuspassion von Reinhard Keiser
Am Karfreitag, den 3. April 2026 um 17:00 Uhr, lädt die Evangelische Christuskirche (Breite Straße, Neuss) zu einer besonderen musikalischen Andacht ein. Im Mittelpunkt steht die „Markuspassion“ von Reinhard Keiser, ein eindrucksvolles Werk der Barockzeit, das die Leidensgeschichte Christi nach dem Evangelisten Markus in bewegender Weise vertont.
Reinhard Keiser (1674–1739), einer der bedeutenden Opernkomponisten seiner Zeit und Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs, verbindet in seiner Markuspassion dramatische Ausdruckskraft mit geistlicher Tiefe. Charakteristisch sind die klar strukturierte Erzählweise, expressive Arien sowie die unmittelbare musikalische Ausdeutung des biblischen Geschehens. Das Werk vermittelt die Passion nicht nur als liturgischen Text, sondern als eindringliches musikalisches Erlebnis.
Die Aufführung wird gestaltet vom Vokalensemble der Evangelischen Stadtgemeinde. Als Solistinnen und Solisten singen:
- Lena Graetz (Sopran)
- Johanna Killewald (Alt)
- Bruno Michalke (Tenor)
- Uwe Brandt (Bass)
Begleitet werden die Sänger von einem Barockensemble unter Mitwirkung von Mario Stein (Continuo). Die musikalische Leitung liegt bei Katja Ulges-Stein.
Der Eintritt ist frei; am Ausgang wird um eine Kollekte für die Kirchenmusik gebeten.
Diese Karfreitagsmusik bietet die Gelegenheit, die Passionsgeschichte in einer selten aufgeführten, historisch bedeutenden Vertonung neu zu erleben.
Konzert/Aufführung, Veranstaltungshinweis
Ein festliches Adventskonzert für Groß und Klein boten die diesjährigen „Adventslichter“ am Sonntag. 21.12.2025, 17.00 Uhr, in der Ev. Christuskirche!
Mit dabei waren der Jugendchor sowie der Kinderchor der Neusser Musikschule, ein Bläserensemble, wie auch die beiden Chöre unserer Gemeinde. Mit stimmungsvoller Musik, Geschichten und Liedern zum Mitsingen stimmten wir uns gemeinsam auf das Weihnachtsfest ein.
Für Plätzchen, Glühwein und Punsch zum „Nachklingen“ war gesorgt!