75 Jahre Kantorei: Musik verbindet Generationen

75 Jahre Kantorei: Musik verbindet Generationen

Die Kantorei feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen und knüpft dabei an eine besondere Tradition aus ihrer Anfangszeit an. Neben festlichen Jubiläumskonzerten hat der Chor im August und September auch Gottesdienste und musikalische Nachmittage im Altenheim Herz Jesu mitgestaltet. „Musik gehört dorthin, wo Menschen zusammenkommen!“ Schon in den ersten Jahren nach ihrer Gründung pflegte die Kantorei die Tradition des Kurrende-Singens. Zum Jubiläum wurde dieser Gedanke mit dem Besuch im Herz-Jesu-Heim bewusst wieder aufgenommen.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner waren die Besuche ein besonderes Geschenk: Bekannte Choräle und vertraute Melodien rufen Erinnerungen wach, schaffen Gemeinschaft und schenken Freude. Mit Frau Keuper haben wir eine langjährige ehemalige Chorsängerin wiedergetroffen. Und auch den Sängerinnen und Sängern bereitete es große Freude, in dieser unmittelbaren Atmosphäre zu musizieren und die Gemeinschaft im Gottesdienst und beim gemeinsamen Singen mit dem Publikum zu erleben.

Singen der Kantorei im Rahmen eines Gottesdienstes im Altenheim Herz-Jesu.
Probentag der Kantorei im Clarenbachstift Köln

Probentag der Kantorei im Clarenbachstift Köln

Die Kantorei der Christuskirche Neuss bereitet sich derzeit intensiv auf ein besonderes musikalisches Ereignis vor: Im November wird sie das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms zur Aufführung bringen. Um sich auf dieses großartige Werk einzustimmen und musikalisch noch weiter zu wachsen, traf sich die Kantorei am Samstag, den 6. September 2025, zu einem ganztägigen Probentag im Clarenbachstift in Köln.

Unter der Leitung von Kantorin Katja Ulges-Stein und mit der Unterstützung des erfahrenen Sängers und Stimmbildners Christoph Scheeben erarbeiteten die Sängerinnen und Sänger zentrale Passagen des Werkes. Scheeben begleitete die Kantorei als Gesangscoach und gab wertvolle Impulse zur Stimmtechnik, Klanggestaltung und Ausdruckskraft, die unmittelbar in die Probenarbeit einflossen. So entstand ein intensiver und konzentrierter Probentag, der allen Beteiligten nicht nur musikalisch, sondern auch gemeinschaftlich neue Energie verlieh.

Abgerundet wurde der Tag durch einen Besuch im Kölner Dom, dessen eindrucksvolle Architektur und besondere Atmosphäre die Sängerinnen und Sänger tief beeindruckte. Zum Abschluss durfte natürlich auch das Gesellige nicht fehlen: In einem typisch rheinischen Brauhaus ließ die Kantorei den Tag in gemütlicher Runde ausklingen – eine gelungene Mischung aus Probenintensität, kultureller Inspiration und rheinischer Lebensart.

Mit neuer Motivation und gestärktem Gemeinschaftsgefühl blickt die Kantorei nun voller Vorfreude auf die finale Probenphase und die Aufführung des Brahms-Requiems im November.

Nachfolgende Fotos: Claudia Hunger, Josef Thiel

Probe der Kantorei im Clarenbachstift, Köln.
Geselliges Beisammensein im Brauhaus
Probe der Kantorei im Clarenbachstift, Köln.
Geselliges Beisammensein im Brauhaus
Erste Probe nach den Ferien

Erste Probe nach den Ferien

Ungewöhnlich heiße Sommertage liegen hinter uns. Die Hitzewelle hat so manchem von uns zu schaffen gemacht. Nun aber geht es mit großen Schritten in die finale Vorbereitung für das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms, das wir im November aufführen werden.

Mit frischem Elan und gut erholt starten wir am Freitag, 22. August 2025, mit unserer ersten Chorprobe in die neue musikalische Saison.

Singen ist gesund

Singen ist gesund

Chorgesang hat einen positiven Einfluss auf die Hirntätigkeit

Das Singen im Chor trainiert nicht nur die Stimme, sondern auch die Gehirnfunktion!

Jeder, der schon einmal in einem Chor gesungen hat, weiß, dass Singen eine ganze Reihe von positiven Auswirkungen auf Körper und Geist mit sich bringt. Es wirkt sich auf die Atmung und das soziale Miteinander aus, und man lernt natürlich eine große Vielfalt an Musik kennen.

Doch einer der wichtigsten Vorteile ist auch einer der am wenigsten beachteten: Chorsingen verbessert die geistigen Fähigkeiten. Ja, ob Ihr es glauben oder nicht, das Singen in Gruppen ist eine großartige Möglichkeit, das Gehirn zu schärfen und fit zu halten, sogar bis ins hohe Alter.

Diese Vorteile sind sicherlich ein interessanter Aspekt für die Rekrutierung von Chören, aber wenn wir uns ansehen, warum das Singen auch der Hirnleistung gut tut, können wir alle diese Kunstform mehr schätzen.

Deshalb haben wir eine Liste mit den vier wichtigsten Auswirkungen des Chorsingens auf unser Gehirn zusammengestellt.

Singen im Chor verbessert die sprachlichen Fähigkeiten

Normalerweise denken wir beim Singen an eine Sache und beim Sprechen an eine andere. Doch als Forscher die Auswirkungen des Chorsingens auf die kognitiven Fähigkeiten älterer Erwachsener untersuchten, stellten sie eine deutliche Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten fest.

Was bedeutet das?

In einem Test wurden die Teilnehmenden gebeten, innerhalb von 60 Sekunden so viele Wörter wie möglich aufzulisten, die mit dem Buchstaben S beginnen. Die Anzahl der Wörter, die sie aufzählen konnten, nahm zu, wenn die Personen in einem Chor sangen.

Das Singen in der Gruppe hat also etwas, das dem Gehirn hilft, schnell Wörter zu finden. Die verbale Flexibilität kann auch dazu genutzt werden, um festzustellen, wie geistig schnell Menschen im Allgemeinen sind, und so könnte das Singen Sie insgesamt zu einem schnelleren Denker machen.

Bessere Informationsverarbeitung

Einer der Hauptgründe, warum Forschende glauben, dass das Spielen eines Instruments dem Gehirn helfen kann, ist, dass es die Menge an Informationen, die in einem bestimmten Moment verarbeitet werden, erhöht. Es hat sich herausgestellt, dass das Singen in Chören wahrscheinlich den gleichen Nutzen hat.

Wer im Chor singt und diesen Artikel liest, weiß, dass man im Rahmen einer musikalischen Aufführung eine Menge Informationen verarbeiten muss. Wenn man anfängt, alles aufzulisten, was man gleichzeitig beachten muss, ist man wirklich überrascht, dass das alles zusammen überhaupt möglich ist. Man muss auf die Musik achten, auf die Anweisungen der Chorleiterin oder des Chorleiters, darauf, die eigene Stimme unter Kontrolle zu haben und auf die Stimmen der anderen Sänger. Während eines Auftritts muss man all dies beachten und gleichzeitig die Aufregung des Augenblicks in sich fühlen.

Unsere geistigen Fähigkeiten bleiben umso schärfer, je mehr wir unser Gehirn in diesen Phasen der intensiven Informationsverarbeitung beanspruchen. Das kann uns einen Vorteil verschaffen, wenn wir auf der Bühne stehen, aber auch, wenn wir alle möglichen Aufgaben in unserem Alltag erledigen.

Singen im Chor verhindert “Brain Fog”

Das Singen in einem Chor kann sich auch sehr positiv auf die psychische Gesundheit auswirken. Das liegt vor allem daran, dass das Singen Dopamin, Endorphine und Oxytocin freisetzt. Durch den Chorgesang kommt man mit vielen Menschen in Kontakt und bildet eine Gemeinschaft. Diese beiden Effekte heben die allgemeine Stimmung, was auf lange Sicht bedeutet, dass es bei vielen Menschen zu einer Verringerung von Bewusstseinstrübungen, des so genannten „Brain Fog“, führen kann.

Bei Brain Fog oder auch „Hirnnebel“ handelt es sich im Wesentlichen um Schwierigkeiten, bei der Konzentration und beim Erinnerungsvermögen. Wenn Ihr Euch „unkonzentriert“ oder einfach „träge“ fühlt, leidet Ihr an Brain Fog.

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für den Hirnnebel, aber stimmungsaufhellende Chemikalien, wie sie im Gehirn durch das Singen entstehen, und soziale Interaktion sind eine gute Möglichkeit, ihn zu reduzieren. Auch wenn dies nicht unbedingt bei allen Arten von Brain Fog hilft (z. B. bei der Art, die durch Schlafmangel verursacht wird), werden viele Menschen, die unter diesen Symptomen leiden, davon profitieren.

Singen im Chor schützt das Gehirn langfristig

Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass trainierte Sängerinnen und Sänger mehr Verbindungen zwischen vielen Teilen des Gehirns haben. Offenbar hält das Stimmtraining diese Verbindungen auch weiterhin stark und frisch.

Was bedeutet das für Euch?

Es könnte bedeuten, dass das Gehirn seine jugendliche Vitalität wiedererlangt und beibehält, wenn Ihr aktiv einem Chor beitretet. Das ist ein großer Segen für Menschen jeden Alters – denn es gibt nie einen schlechten Zeitpunkt, um die Funktion des Gehirns zu schützen und zu verbessern.

Die Tatsache, dass das Singen dazu führt, dass das Gehirn seine Verbindungen auffrischt, ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Jedes Mal, wenn Ihr zur Chorprobe geht, haltet Ihr also auch Euer Gehirn in Schuss.

Singen hat viele Vorteile

Je mehr Wissenschaftler*innen die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem aktiven Singen erforschen, desto mehr Hinweise entdecken sie, dass das Singen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit leistet.

Seid Ihr jetzt neugierig, die vielen positiven Auswirkungen auf das Gehirn beim Singen selbst zu erleben? Dann kommt doch vorbei zu einer Schnupperprobe oder meldet euch bei unserer Kantorin Katja Ulges-Stein. Wir freuen uns auf euch!

Evensong am 14.06.2025

Evensong am 14.06.2025

Der Evensong, ein abendliches Stundengebet, ist ursprünglich in der anglikanischen Kirche beheimatet. Inzwischen ist er auch in der evangelischen und der katholischen Kirche verbreitet. Wichtigstes Element ist der gemeinsame Psalmengesang, weitere Bestandteile sind Chorlieder, Gemeindelieder sowie zwei Lobgesänge aus dem Neuen Testament, das Magnificat (Lobgesang Mariens) und  das Nunc Dimittis (Lied des greisen Simeon). Eine Lesung, Fürbitten und Momente der Stille gehören ebenfalls dazu.

Diese Gottesdienstform eignet sich in besonderer Weise, zur Ruhe zu kommen und den Tag in Gemeinschaft und im Vertrauen auf Gott ausklingen zu lassen.

Seit einigen Jahren findet in der Christuskirchengemeinde Neuss dieses Abendgebet nach der Tradition der anglikanischen Kirche statt.

Wir laden herzlich zum Evensong in der Christuskirche ein!

Wann: Samstag, 14. Juni 2024, 18:00 Uhr,
Ev. Stadtkirchengemende Neuss, Breite Straße 121

 

 

Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine Kollekte für „Chöre helfen Chören“.